operative Therapie

 

Auf die Routine kommt es an: Die operative Therapie

 

Arthroskopische Chirurgie

Minimal invasive Eingriffe werden häufig auch als Schlüssellochtechnik bezeichnet. Bei der arthroskopischen Chirurgie werden dünne Instrumente und eine kleine Gelenkkamera über Einstichkanäle ins Gelenk eingeführt. Vor einigen Jahren wären diese Maßnahmen nur mit einer großen und aufwendigen Operation möglich gewesen.

Heute stehen die schnelle Heilung und die schonende Behandlung im Vordergrund. Durch die Kamera können wir uns ein optimales Bild von der Situation machen und millimetergenaue Arbeiten wie Entfernungen von störendem Gelenkmaterial oder Abtragungen von Knochenvorsprüngen durchführen. Auch Knorpelglättungen oder Gelenkspülungen bei Infektionen sind durch die Arthroskopie möglich, die wir einsetzen bei:

  • Hüfte
  • Knie
  • Schulter
  • Sprunggelenk

Bandscheibeneingriffe

 

Intradiskale Elektrothermale Therapie (IDET)

Der IDET-Eingriff dient der Bekämpfung von Rückenschmerzen, die durch Risse oder Vorwölbungen im äußeren Faserring der Bandscheibe entstehen. Ziel dieses Verfahrens ist es, mit Hilfe von eingebrachter Hitze diese Risse in der Diskuswand zu verschließen und eine Reduktion der Wölbung zu bewirken.

 

Radiofrequenztherapie

Die gepulste Radiofrequenztherapie bietet eine neue, innovative Therapiemöglichkeit, Beschwerden zu lindern und somit die Lebensqualität des Patienten erheblich zu verbessern. Bei chronischen Rückenschmerzen behandeln wir die betroffene Nervenbahn im Wirbelkanal mit einer Multifunktionselektrode, die ein starkes, elektromagnetisches Feld erzeugt. Dabei wird die Wärmeentwicklung kontinuierlich mittels eines integrierten Sensors kontrolliert. Dieser Eingriff erfolgt bei lokaler Betäubung des Steißbeins beziehungsweise an der Stelle der Einbringung der Stichinzision. Unsere Erfahrung zeigt, dass bei einer klaren Indikation nach drei Wochen ca. 70 % der Patienten eine deutliche Schmerzlinderung haben.

 

Nukleoplastie

Mit einer Sonde wird das Bandscheibengewebe auf bis zu 70 Grad erwärmt. Das Gewebe wird abgetragen und der schmerzhafte Druck abgebaut. Im Faserring eingewachsene Schmerznerven werden abgetötet.

 

Nukleotomie

Eine Nukleotomie ist ein minimal-invasives Verfahren zur Behebung eines Bandscheibenvorfalls. Hierbei werden hervorgetretene Bandscheibenanteile entfernt. Der Hauptvorteil gegenüber konventionellen Behandlungen besteht darin, dass der notwendige, chirurgische Eingriff vergleichsweise klein und gewebeschonend ist und folglich eine wesentlich geringere Traumatisierung und verkürzte Nachbehandlungszeit nach sich zieht. Auch das Risiko von Narbenbildung ist deutlich geringer. Bei der mikrochirurgischen Nukleotomie wird durch einen kleinen Hautschnitt eine Art Rohr, sog. Spekulumsperrer, über der betroffenen Bandscheibe platziert. Über das Rohr kann ein eingeschwenktes Mikroskop direkt über der betroffenen Bandscheibe positioniert werden, die dann eingeschnitten und ein wenig entfernt wird. Unter visueller Kontrolle wird nun das hervorgetretene Bandscheibenmaterial separiert und mit einer kleinen Zange entfernt. Auch Bandscheibengewebe, das in den Wirbelkanal eingedrungen ist (Sequester), kann mittels dieses Verfahrens entfernt werden.

Arthrose der Wirbelsäule

 

Kryotherapie

Diese Vereisungstherapie eignet sich vor allem bei Patienten, die bereits sehr lange unter chronischen Rückenschmerzen leiden. Mit einer Sonde werden die schmerzenden Stellen auf -65 Grad abgekühlt. Die Schmerzleitung der Nervenwurzeln wird durch die Kälte unterbunden. Dieser therapeutische Effekt ist besonders risikoarm und hat eine hohe Erfolgsrate. In der Regel liegt eine Schmerzfreiheit bei mindestens 18 Monaten.

 

Thermokoagulation

Eine Hitzesonde wird zur schmerzenden Stelle geschoben. Durch die Erwärmung wird die Nervenfaser verödet. Die Schmerzleitung ist dauerhaft unterbrochen.

Vertebroplastie

Wirbelbrüche oder Verluste von Knochenmasse in Wirbeln, die unter anderem durch Osteoporose verursacht werden, werden durch die Injektion von Knochenzement ausgeglichen. Das Ergebnis ist eine lang anhaltende Schmerzlinderung im Wirbelbereich.

Kyphoplastie

Durch den Einsatz eines Kathederballons und Knochenzement wird der beschädigte Wirbelkörper angehoben und stabilisiert. Ein drohender oder bestehender Wirbelkörperbruch kann mit diesem Verfahren verhindert beziehungsweise behandelt werden.

Fußchirurgie

 

  • Hallux valgus
  • Hammerzeh
  • Krallenzeh

Handchirurgie

 

  • Karpaltunnelsyndrom
  • Schnellender Finger
  • Tennisellenbogen
  • Golferellenbogen
  • Freie Gelenkkörper

 Operationen an Sehnen, Bändern und Muskeln

 

Selbstverständlich behandeln wir bei Notwendigkeit auch operativ sämtliche Erkrankungen an Sehnen, Bändern und Muskeln.