Fußchirurgie

Im Laufe des Lebens besucht ca. ¾ der Bevölkerung aufgrund von Fußschmerzen einen Orthopäden. Die Gründe für die Entstehung eines solchen Schmerzes liegen beispielweise im Tragen von falschem Schuhwerk oder in einer vererbten oder entwickelten Fußfehlstellung.

„Der krumme Zeh”

Hallux valgus

  • der erste Zehenstrahl ist fehlgestellt
  • Achsabweichung vom ersten Mittelfußknochens nach innen
  • „Konflikt“ mit der benachbarten zweiten Zehe aufgrund der veränderten Zehenstellung des ersten Zehenstrahls 

Operative Korrektur

Je nach Ausprägung der Achsfehlstellung kommen verschiedene Korrekturmöglichkeiten und OP-Techniken zum Einsatz. Vor der OP gibt ein Röntgenbild unter Belastung (stehend) Aufschluss über den Schweregrad der Achsfehlstellung. Nach sorgfältiger OP-Planung wird der erste Mittelfußknochen in einer speziellen Sägetechnik durchtrennt, verschoben und anschließend in der korrigierten Stellung refixiert. An welcher Stelle korrigiert wird, entscheidet die Ausprägung der Achsfehlstellung. Zusätzlich relevante Fehlstellungen der benachbarten Zehen (Krallen- oder Hammerzehen) können in der OP ebenfalls korrigiert werden.

 „Der steife Zeh“

Hallux rigidus

 

Ein Hallux rigidus beschreibt die Arthrose im Großzehengrundgelenk.

 

OP-Möglichkeiten

 

Wenn trotz konservativer Therapie der Schmerz im Großzeh bleibt oder das Gelenk mechanisch blockiert ist, kommen operative Methoden zum Einsatz.

 

Entscheidend für die Wahl der OP-Methode ist der Ausprägungsgrad der Arthrose im betroffenen Gelenk. Bei mittlerer Arthrose kann in einer kleinen OP das Gelenk von seinen knöchernen Anbauten entfernt (Keilresektion) und die umliegende Kapsel erweitert werden, damit wieder mehr Beweglichkeit im Großzehengelenk möglich ist.

 

Bei einer hochgradigen Arthrose im Großzehengrundgelenk und entsprechenden Schmerzen bleibt als OP-Verfahren dann nur noch eine korrigierende Versteifung (Arthrodese) des Großzehengrundgelenks.

„Blitzen und Stechen in den Zehen“

Kommt es in Ruhe oder unter Belastung zu stechenden, brennenden oder plötzlich blitzartig elektrisierenden Schmerzen am Fußballen kann eine Nervenentzündung im Zehenzwischenraum (Morton-Neurinom) ursächlich sein.

 

Bei stagnierenden Schmerzen trotz konservativer Therapie mit Infiltrationen und ggf. einer Einlagenversorgung, gibt es die Möglichkeit, das Morton Neurinom in einem kleinen Eingriff operativ zu entfernen.

Achillessehnenbeschwerden

Die Achillessehne stellt die Verbindung zwischen dem Fersenbein und der Wadenmuskulatur dar. Die Sehne kann sich aus unterschiedlichen Gründen entzünden. Zu unterscheiden sind Entzündungen am knöchernen Ansatz von denen im mittleren Bereich der Sehne. Typische Symptome sind ein stechender Anlaufschmerz und Nachbelastungsschmerz. Nach ausführlicher Untersuchung können sowohl Ultraschall-, Röntgen- und MRT-Diagnostik die Erkrankung dokumentieren. Bei der ansatznahen Entzündung der Sehne findet man nicht selten einen knöchernen Höcker (Haglundexostose) mit einer begleitenden Schleimbeutelentzündung als Ursache der Schmerzen. Bei der Diagnostik der Entzündungen im mittleren Bereich der Sehne liegen oft schon kleine Teilrisse mit einer Ödembildung der Sehne vor.

 

Insgesamt gibt es eine Reihe konservativer Maßnahmen, die zum Abklingen der Achillessehnenentzündung führen können. Neben einer Schuhzurichtung mit Fersenerhöhung stehen verschiedene Injektionsbehandlungen, anti-entzündliche Umschläge, Dehnübungen, Akupunktur und die Stoßwellentherapie zur Verfügung. Sollten diese Maßnahmen keinen durchschlagenden Erfolg haben, gibt es verschiedene Möglichkeiten einer operativen Therapie.

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