Operative Therapie · Wirbelsäule

Gelenk­eingriffe der
Wirbel­säule

Vereisung und Verödung von Schmerznerven der Wirbelgelenke – ein modernes, minimal invasives Verfahren zur dauerhaften Befreiung von chronischen Wirbelsäulenschmerzen.

wirbelsaeule

Durch ein gezieltes Vereisen oder Veröden von Nervenfasern, die Schmerzen von den Wirbelgelenken ins Gehirn leiten, wird der Patient dauerhaft von chronischen Rückenschmerzen befreit – ein modernes, minimal invasives Verfahren, das stationär und unter sterilen Bedingungen im OP durchgeführt wird.

Was sind Gelenkeingriffe der Wirbelsäule?

Die Vereisung (Kryodenervierung) und Verödung (Radiofrequenzdenervierung) der Schmerznerven der Wirbelgelenke ist ein modernes, minimal invasives Behandlungsverfahren. Es richtet sich gezielt gegen die kleinen Nervenäste, die Schmerzsignale von den Facettengelenken der Wirbelsäule ans Gehirn weiterleiten – und schaltet diese dauerhaft aus.

Nach einer lokalen Betäubung wird mittels einer Spezialsonde und unter exakter Bildverstärkersicht die präzise Position der Nervenfaser aufgesucht. Eine elektrische Stimulation am Nerv bestätigt durch direktes Patientenfeedback die korrekte Lage der Sonde. Anschließend wird – je nach Lokalisation – mit Hitze oder Kälte der Dauerschmerz gezielt ausgeschaltet.

💡 Kein Narkoserisiko: Der Eingriff erfolgt unter lokaler Betäubung – eine Vollnarkose ist nicht erforderlich. Das Verfahren ist stationär und wird unter sterilen OP-Bedingungen durchgeführt.

Indikationen – wann ist der Eingriff sinnvoll?

Geeignete Krankheitsbilder
Arthrose der kleinen Wirbelgelenke (Facettensyndrom)
Chronisches Wirbelsäulensyndrom
Chronischer Rückenschmerz nach erfolgloser konservativer Therapie
Postoperative Schmerzen nach Wirbelsäulenoperationen

Die zwei Verfahren – Hitze vs. Kälte

Radiofrequenz-Denervierung
Verödung mit Hitze
Durch hochfrequente Wärme (ca. 60–80 °C) wird die Nervenfaser gezielt verödet. Weit verbreitetes Standardverfahren mit sehr guter Langzeitwirkung.
Kryodenervierung
Vereisung mit Kälte
Durch Kälteapplikation wird der Nerv reversibel oder dauerhaft ausgeschaltet – je nach Tiefe der Kältewirkung. Besonders geeignet für bestimmte anatomische Lokalisationen.

Ablauf des Eingriffs

1
Lokale Betäubung Der Patient liegt auf dem Bauch. Die Zielregion wird unter sterilen Bedingungen lokal betäubt – eine Vollnarkose ist nicht erforderlich.
2
Sondenplatzierung unter Bildverstärker Unter kontinuierlicher Röntgenkontrolle (Bildverstärker) wird die Spezialsonde exakt an die Nervenfaser des betroffenen Facettengelenks vorgeführt.
3
Nervenstimulation zur Lagebestätigung Eine elektrische Stimulation des Nervs löst ein definiertes Feedback beim Patienten aus und bestätigt so die präzise Lage der Sonde – für maximale Sicherheit.
4
Denervierung mit Hitze oder Kälte Je nach Lokalisation und Verfahren wird die Nervenfaser mit Hochfrequenzwärme verödet oder durch Kälteanwendung dauerhaft ausgeschaltet – der Dauerschmerz ist ausgeschaltet.

Vorteile des Verfahrens

Nur lokale Betäubung
Keine Vollnarkose
Minimal invasiv
Sterile OP-Bedingungen
Bildverstärkerkontrolle
Dauerhafter Schmerzstop
Patientenfeedback zur Kontrolle
Hitze- oder Kälteverfahren wählbar

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